Subjektive Hörberichte und Hörvergleiche von HiFi-Enthusiasten
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High End 2017

Die High End 2017 stellt wohl für viele eine der besten Möglichkeiten dar, sich einen umfassenden Überblick über aktuelle Lautsprecher, Geräte und High End Zubehör zu verschaffen. Auch in diesem Jahr stellen etwas über 500 Aussteller in der bekannten Umgebung sowohl an klassischen Messeständen als auch in den typischen Hörräumen aus. Wir haben die Messe an zwei Tagen besucht und dabei unsere ganz persönlichen Eindrücke gesammelt, die ich im folgenden kurz umreißen möchte.

Auf der High End 2017 spielt das High End

Klingt erstmal logisch, ist für viele dann aber doch ein Ausflug weit weg von der heimischen Anlage oder gar den Anlagen vieler regionaler HiFi-Händler. Bis auf wenige Ausnahmen präsentieren die Hersteller ihre TOP-Modelle im Zusammenspiel mit ebenso hochwertigen Modellen anderer Marken. Im Ergebnis wurden so häufig Anlagen vorgeführt, die gerne mal den Gegenwert eines Oberklasse-Fahrzeugs oder gar Hauses erreichten. Damit bewegt sich die High End natürlich fern ab vom Mainstream, kann dabei aber trotzdem als Inspiration für Anlagen unterschiedlichsten Budgets dienen. So findet sich die DNA der präsentierten Technologieträger letztlich auch immer zu einem Stück in den kleineren Modellen der jeweiligen Marken wieder – ein Probehören lohnt demnach häufig ungeachtet des eigenen Budgets.

Der Raum macht die Musik

In Foren wird das Thema immer häufiger aufgegriffen – auch auf der Messe scheint die Raumakustik an Relevanz zu gewinnen. Stellten noch vor 3-4 Jahren akustisch optimierte Räume eher die Ausnahme dar, so konnte man in diesem Jahr das Gegenteil beobachten. Nahezu alle Aussteller haben ihre Hörräume mehr oder weniger auffällig behandelt und so die Nachhallzeiten teilweise dramatisch senken können. Auch wenn für die Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen natürlich der A/B-Vergleich gefehlt hat, so wurde man doch immer mal wieder von relativ preiswerten Anlagen in gut gemachten Räumen positiv überrascht und daran erinnert, wie entscheidend das Thema für das Klangergebnis ist. Ebenfalls interessante Entwicklung: Die Präsenz der sogenannten Voodoo-Lösungen war zumindest in den Hörräumen stark rückläufig.

Vernetzt

Für alle die Streaming für eine Mode gehalten haben, dürfte die aktuelle High End 2017 ein deutlicher Weckruf gewesen sein. Digitale Musik kommt heute von der heimischen Festplatte/NAS oder gar via Streaming Anbieter direkt aus dem Internet. Waren die Geräte bereits vor ein paar Jahren technisch passabel bis genial, so wurde in der letzten Zeit bei vielen Anbietern offenbar auch viel Zeit in die Usability investiert. Das Auge hört schließlich doch mit und eine fehlerfreie und intuitive Bedienung notwendige Bedingung für einen Wechsel ohne Reue. Für das haptische Erlebnis greift der Highender natürlich gekonnt zum – aktuell stark gehypten – schwarzen Gold. Die Anzahl der präsentierten Plattenspieler schien dieses Jahr definitiv Rekordverdächtig.

Nach den subjektiven Eindrücken nun ein paar ausgewählte Fotos der High End 2017. Fragen zu den auf den Fotos gezeigten Anlagen können gerne im dazugehörigen Thread gestellt werden: High End 2017

Viel Spaß beim Stöbern
Robert





Fotos Copyright: Odysseas Sariannidis

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