Subjektive Hörberichte und Hörvergleiche von HiFi-Enthusiasten
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Dynavector 10×5

Nachdem mich das Grado Reference Platinum2 in meiner Kette nicht überzeugen konnte, da es bei mir immer etwas zurückgenommen klang, hatte mir ein Bekannter bereits das Dynavector ans Herz gelegt.

Ich bin dann erstmal zu einem Händler um mir einen Überblick zu verschaffen und mögliche Kandidaten zu hören. Die ersten Höreindrücken waren jedoch relativ enttäuschend – auch wenn das sicher eher am Rest der Anlage lag. Beim Fachsimpeln über meinen Dreher und den Rest der Kette, wurde aber auch hier das Grado als möglicherweise falsche Wahl identifiziert. Vom Händler hatte ich dann noch den Tipp bekommen die Headshell mit etwas Zusatzgewicht zu versehen. Bei einigen Platten konnte ich damit auch tatsächlich mehr Druck rausholen, dieser war bei anderen dann aber wieder zu stark respektive übertrieben.

Beim Telefonat mit Max Krieger von Audio-Creativ sind wir dann noch mal meine Phono Komponenten und Anforderungen durchgegangen und ich habe mir auf Max Empfehlung das Dynavector 10×5 schicken lassen. 

Das High Output MC System war recht einfach und schnell montiert, die Einstellungen von Auflagekraft, Antiskating und VTA geht mir mittlerweile ebenfalls recht leicht von der Hand. Nach kurzer Überlegung habe ich dann direkt mit dem Simply Two begonnen, da dieser ja letztlich der der Verstärker für meine Phono Kette werden soll. Platte war erstmal Tracy Chapman. Hier hatte ich damals mit meinem leider defekten Satin MC System tolle Erfahrungen gemacht und noch immer die sehnig gespielten Saiten im Kopf. Nach kurzer Anpassung des Phono Pres legte Tracy Chapman bereits sehr eindrucksvoll los. Die Bühne wirkte noch transparenter, die Stimme war dynamisch und kraftvoll, jedoch trotzdem frei jeglicher Schärfe und mit der richtigen Portion “Schmelz”. Am Ende sind es natürlich in manchen Bereichen Feinheiten die es zu erfassen gilt, aber diese geben dann eben auch den Ausschlag ob es begeistern kann oder nicht. Die sehnig gespielten Gitarrensaiten konnten die im Raum stehende Frage dann recht schnell beantworten.

Nach der ersten Begeisterung habe ich dann gestern Abend noch mal ein paar aktuellere Alben gespielt. FKA twigs – LP1, Angus & Julia Stone – Down the Way, Angus & Julia Stone – same, Jessi Ware – Tough Love.

Die Begeisterung hielt an – und das nach gerade mal 3 Stunden Einspielzeit des Tonabnehmers. Die Spielfreude vom Dynavector ist wirklich beeindruckend und sowohl Grob- als auch Feindynamik so wie ich sie haben wollte. Der Wechsel auf meine große Verstärkerkette (AudioNET PRE1 G3 an Hypex NC1200) geriet dann zur Kür. Was das Dynavector in den Bereichen Tiefenstaffelung und Abbildungsschärfe leistet, ist jetzt schon klasse. Gerade mit der großen Kombi legt bei mir die Dynamik noch einen ganzen Satz zu, ohne jedoch ins scharfe oder nervige zu driften.

Am Wochenende bekommt das Dynavector sicher noch ein paar Stunden mehr auf die Nadel…dann folgt sicher ein Update.

Zur Diskussion rund um Tonabnehmer im Paul’s-Reference Forum

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